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Shaytan: II Incarnate (Review)
| Artist: | Shaytan |
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| Album: | II Incarnate |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Hardrock, Doom-/ Stoner Rock |
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| Label: | Barhill Records | |
| Spieldauer: | 34:47 | |
| Erschienen: | 19.06.2026 | |
| Website: | [Link] |
Die saarländischen SHAYTAN bezeichnen sich selbst als Doom- und Stoner-Metal-Band – auf „II Incarnate“ greift diese Schublade jedoch nur bedingt. Statt zäher Schwerfälligkeit dominiert hier kerniger Hardrock mit deutlicher Schlagseite zu den späten 70er- und frühen 80er-Jahren. Vor allem der grummelnde, schreiende und leidende Gesang beschwört den Geist dieser Ära herauf. Dazu gesellen sich markante Gitarrenriffs, die in „Left Hand Path“ die Richtung vorgeben und in „Crescent Moon“ mit leichtem Metal-Einschlag für jede Menge Druck sorgen.
Ein paar Stoner-Vibes blitzen dann bei „Right Hand Path“ auf, doch die Grundausrichtung bleibt weiterhin heavy. Mit „Bharanzar I“ und „Bharanzar II“ – letzteres ist kaum begonnen, da auch schon wieder vorbei – streut die Band zudem einen Hauch orientalisches Flair ein.
Spätestens „B.O.B.“ nimmt jedoch wieder Kurs auf riffbetonten Rock, bei dem die Musiker hörbar an einem Strang ziehen. Die Gitarren geben erneut die Richtung vor, während die mit reichlich Hall versehenen Vocals einen reizvollen Kontrast zu den treibenden Rhythmen bilden, sich nahtlos in das kraftvoll nach vorne drängende Gesamtbild einfügen, das dann auch mal doomig-schlurfend etwas Tempo rausnimmt.
„The Witness“ steuert anschließend wieder entschlossen hardrockige Gefilde an, wobei der Gesang erneut in hohen Lagen leidet, beschwört und dem Song eine eindringliche Note verleiht, bevor das stampfenden „Coda“ ein abwechslungsreiches Rockalbum beschließt.
FAZIT: SHAYTAN liefern mit „II Incarnate“ ein vielseitiges Heavy-Rock-Album ab, das klassische Hardrock-Wurzeln mit doomiger Wucht, orientalischen Einschüben und einer Prise Stoner-Flair verbindet. Prägende Riffs, ein charakterstarker Gesang und die gelungene Balance zwischen Vorwärtsdrang und schweren Grooves sorgen für Abwechslung. Eine eigenständige Platte, die weniger auf Genregrenzen als auf Atmosphäre und Ausdruck setzt.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- The Sickle
- Left Hand Path
- Bharanzar Pt. 1
- Crescent Moon
- Right Hand Path
- Bharanzar Pt. 2
- B.O.P.
- The Witness
- Coda
- Bass - Julian Küster
- Gesang - Julian Küster
- Gitarre - Jan Paul, Jochen Klose
- Keys - Julian Küster
- Schlagzeug - Kai Schneider
- II Incarnate (2026) - 12/15 Punkten
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