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Brons: The Fellowship (Review)

Artist:

Brons

Brons: The Fellowship
Album:

The Fellowship

Medium: CD/Download
Stil:

Progressive Folk Rock

Label: Slice Of Life Records/Just For Kicks
Spieldauer: 75:47
Erschienen: 12.06.2026
Website: [Link]

„BRONS’ fünftes Album 'The Fellowship' ist von J. R. R. Tolkiens 'Der Herr der Ringe' inspiriert. Falls ihr es noch nicht getan habt, hoffen wir, dass es euch dazu inspiriert, sein wunderbares Werk zu lesen.“ („Intro“ im 20 Seiten starken Booklet zum BRONS-Album von „The Fellowship“)


Wer kein Fan von Tolkiens „Herr der Ringe“ ist, der sollte es wohl nach dem Hören von „The Fellowship“ sein. So lautet die klar formulierte Botschaft der britischen Prog-Folk-Rocker BRONS. Und sie geben sich wahrhaft alle Mühe, genau diese Absicht mit und hinter ihrer Musik überzeugend zu verwirklichen. Allerdings sollte man natürlich unbedingt auch Freund von Prog, Symphonik und Folk in Kombination mit Dudelsäcken (unter anderen von Troy Donockley der Band NIGHTWISH gespielt), Flöten und Streichern sowie Chorgesängen und weiblichem Solo-Gesang sein, damit einen diese 'Herren-Ring-Variante' auch erreicht, die bei allem Bombast und den theatralischen Ideen immer wieder an die finnischen Saga-, Märchen- und Film-Botschafter THE SAMURAI OF PROG oder noch deutlicher an AYREON erinnern.


The Fellowship“ begibt sich tief hinein nach Mittelerde und den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse der Elben, Hobbits, Zwerge, Dunklen Kreaturen und natürlich Menschen. Und damit man nie die Übersicht verliert, besticht das 20-seitige Booklet (im dreiflügeligen Deluxe-Digipak) mit ausführlichen Informationen zu jedem Song bzw. Kapitel und allen Texten. Das ist nicht nur vorbildlich, sondern tatsächlich sehr anregend für all diejenigen, welche die „Herr der Ringe“-Sucht bisher noch nicht gepackt hat.


Der Album-Opener „Shadow Of The Past“ entführt einen mit seinem Dudelsack-Klang (der das Album dann auch schwer beeindruckend und sehr melodramatisch abschließt) sofort tief hinein in das keltische Musik-Universum, das zuvor mit ruhigem, geheimnisvollem Piano-Spiel eingeführt wurde. Im zärtlichen Instrumental „The Road Goes Ever On“ dürfen die Dudelsäcke in Verbindung mit akustischer Gitarre und Flöten dann noch einmal 'die erste Geige' spielen. Keltischer Prog im Traditionsgewand pur!


Ausgiebige E-Gitarren-Soli, die bekanntlich zu Dave BRONS Spezialität gehören (besonders beeindruckend in „Aragorn“, „Flight To The Ford“ , „The River Anduin“ und dem Titeltrack), sind ein weiteres deutliches Merkmal auf „The Fellowship“.
Nie kommt die metallische Variante zu kurz. Das erzeugt Spannung. Spannung, die gerade in der Umsetzung der gewählten Thematik wichtig ist – gerade wenn es um die 'dunklen Mächte' und die bösen Absichten geht, denen die E-Gitarre manchmal ein aggressives Gesicht verleiht, sich mitunter aber bis hin zu QUEEN-affinen Momenten, bei denen sogar plötzliche Bläser auftauchen, entwickeln kann („Over The River“).


Beeindruckend auf dem Album ist zugleich die IONA-Sängerin Sally Minnear, die gemeinsam mit dem ebenfalls beteiligten IONA-Keyboarder Dave Bainbridge für viele IONA-Momente hinter „The Fellowship“ sorgt.
Gerade die entspannteren Passagen treiben dieses IONA-Gefühl voran. Allerdings überrascht zugleich, mit welcher Souveränität Sally Minnear (übrigens die Tochter des GENTLE GIANT-Keyboarders Kerry Minnear) sich gesanglich auch den härteren, gar metallischen Teilen des Albums stellt und diese meistert.


Demgegenüber verpasst Bandleader Dave BRONS der Musik mit seinen massiven Gitarreneinsätzen heftig progmetallische Passagen, denen Symphonisches, Orchestrales und Keltisches mal im zärtlichen, mal im brutalen, mal im bedrohlichen, mal im hoffnungsvollen oder euphorischen Kontext beigemischt werden.
Die wechselhaften Stimmungen aus Buch und Film werden auf diesem Album in jedem Fall absolut überzeugend umgesetzt.
Nicht nur für Tolkien-Fans ein spannendes Werk, das sich musikalisch überzeugend an der Textvorlage orientiert. Selbst für diejenigen, denen der Hype um „Herr der Ringe“ etwas zu weit geht, werden von dem BRONS-Gesamtpaket hinter „The Fellowship“ begeistert sein, wenn sie die Mischung auf Prog + Folk + Metal + Symphonik + Mythologie mögen und gerne mal eine Reise zum Mittelpunkt der Erde (in diesem Falle von Herrn Wakeman in seiner Tropfsteinhöhle) oder eben direkt zur Mittelerde unternehmen.


FAZIT: „The Fellowship“ ist BRONS Hommage an das Fantasy-Meisterwerk „Der Herr der Ringe“ von J.R.R. Tolkien. Ähnlich spannend wie die Filme und das Buch gelingt auch die musikalische Prog-Folk-Metal-Rock-Umsetzung, in der progmetallische E-Gitarren auf keltischen Folk mit Dudelsäcken, Flöten und Streichern sowie viel Orchestrales und Symphonisches sowie die IONA-Stimme von Sally Minnear und breit angelegte Chor-Passagen treffen. Die Stimmung passt, sodass die gewagte Herausforderung, der sich die Musiker um Gitarristen Dave BRONS hier stellen, tatsächlich überzeugend vollendet wird. Und dass einem bei dieser keltischen Prog-Folk-Steilvorlage durchaus AYREON in den Sinn kommen, wird wohl nicht unbeabsichtigt sein. Ein musikalisches Monumentalwerk (samt fetten, hochinformativen 20-Seiten-Booklet) getreu der monumentalen literarischen Vorlage.

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 39x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • Shadow Of The Past
  • Nameless Fear
  • Over The River
  • Aragon
  • The Road Goes Ever On
  • Just One More Step
  • Flight To The Ford
  • I Will Go
  • The Fellowship
  • The Voice Of Saruman
  • The Mines Of Moria
  • The Mirror Of Galadriel
  • The River Anduin
  • Whatever It Takes – Boromir
  • Let The River Take Him

Besetzung:

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