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Skaphos: The Descent (Review)
| Artist: | Skaphos |
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| Album: | The Descent |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Death- und Black-Metal |
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| Label: | Les Acteurs de L’Ombre Productions | |
| Spieldauer: | 33:18 | |
| Erschienen: | 10.04.2026 | |
| Website: | [Link] |
SKAPHOS fischen mit „The Descent“ in ähnlichen Gewässern wie z.B. SULPHUR AEON oder auch THE GREAT OLD ONES. Soll heißen, atmosphärisch dichter, packend inszenierter Death Metal mit Black-Metal-Bezügen steht auf dem Programm.
Dabei geraten die Kompositionen der Franzosen stets ein wenig dissonant, während sich die einzelnen Instrumente schier auftürmen. Die Gitarren verdichten sich bei monolithischem Schlagzeugspiel und hallenden Growls stets zu einem mitreißenden Strudel, der einen unweigerlich in die Tiefe zieht (z.B. in „Okean“).
Allerdings erschaffen SKAPHOS eine dichte Atmosphäre, die es schwer macht, bestimmte Stücke herauszugreifen. Denn mit jedem Song öffnet sich der gierige Schlund des todesmetallischen Ozeans weiter, im Begriff, jegliches Licht zu verschlingen.
Hier und da erzeugt die Melodiearbeit der Gitarren ein diffuses Gefühl von Unbehagen, ehe sich der schwarze Abgrund mit rasender Geschwindigkeit weiter auftut („Ube“).
Die detailreiche, druckvolle Produktion unterstreicht die bedrückende Finsternis, die „The Descent“ in Gänze auszeichnet und verstärkt die Qualität der Songs, die SKAPHOS schon in ihrer Frühphase auf Lager hatten. [Anm. „The Descent“ beinhaltet neu arrangiertes und neu aufgenommenes Material der beiden Alben „Bathyscaphe“ (2020) und „Thooi“ (2022)]
Kleine Variationen in Sachen Tempo sorgen für einen Zuwachs an Brachialität, was u.a. Titel wie „Horror Squid“ zu unvorhersehbaren Songstrudeln macht, die einen unweigerlich in ihren finsteren Bann ziehen.
FAZIT: SKAPHOS bieten auf „The Descent“ ozeanischen Death Metal zwischen Lovecraft-inspiriertem Horror und der realen Unwägbarkeit, die der See innewohnt. Dabei agieren die Franzosen zuweilen bewusst Technik-affin, ohne das unbehaglich-finstere Gefühl außen vor zu lassen. Dem kompakt und dicht komponierten Sog, den das Album insgesamt abgibt, lässt es sich nur schwerlich entkommen, womit sich „The Descent“ als echter Leckerbissen atmosphärisch angeschwärzten Todesbleis herausstellt.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Nese Ende
- Okean
- Mireborn
- Ube
- The Descent
- Horror Squid
- The Brine Seal
- Mariana Tomb
- Bass - Théo Langlois
- Gesang - Stephan Petitjean, Jérémy Tronyo, Théo Langlois
- Gitarre - Stephan Petitjean, Jérémy Tronyo
- Schlagzeug - Nathan Faure
- The Descent (2026) - 13/15 Punkten
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