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Dance with the Dead: Malombra (Review)
| Artist: | Dance with the Dead |
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| Album: | Malombra |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Dark Synthwave, Metal |
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| Label: | Eigenproduktion | |
| Spieldauer: | 39:04 | |
| Erschienen: | 27.03.2026 | |
| Website: | [Link] |
Wer schon immer davon träumte, mit einem Motorrad durch die finsteren, nur von Neonlichtern illuminierten Straßenzüge einer futuristischen Megacity aus dem Jahr 3000 zu heizen, und dies natürlich – wie könnte es anders sein? – als Zombie, hat mit „Malombra“ von DANCE WITH THE DEAD zumindest den passenden Soundtrack an der Hand. Und wer die zugängliche wie stimmungsvolle Mischung aus Synthwave, Techno, Metal und Achtziger-Jahre-Horrorfilmmusik bereits auf dem Vorgänger „Driven to Madness“ liebgewonnen hat, dem wird auch dieser neueste Streich des amerikanischen Duos Freude bereiten.
Das aktuelle Material erweckt grundsätzlich den Eindruck, dass im Vergleich zum letzten Langspiel-Lebenszeichen härtemäßig eine Schippe zugelegt wurde. Denn die Songs, welche sich in dieser Hinsicht durchaus die Waage halten, stapfen mit Ausnahme des gemäßigten „Ad Astra“ allesamt brachial nach vorne und liefern dabei das eine oder andere Metal-Bekenntnis ab. Die spröden Gitarrenriffs zu Beginn von „Chaos Theory“, vom sphärischen Keyboard-Teppich unterlegt, könnte man sogar den Schweden von SOILWORK in die Schuhe schieben. DANCE WITH THE DEAD haben, dessen ungeachtet, ihre musikalischen Wege in der Vergangenheit bereits vorgezeichnet und beschreiten sie nun konsequent weiter.
Das heißt im Einzelnen, dass die zwei Amerikaner harte Gitarrenwände, pulsierende Beats und dominante Synth-Elemente zu einer organischen wie kurzweiligen Melange verbinden, der man vor allem in den hochmelodischen Hooklines eine latente Bitterkeit nicht absprechen kann. Mehr als einmal („Beyond the Curse“, „The Burial“, „The Driver“ etc.) arten diese dabei in herrlich übertriebene Epicness aus, was den Schluss zulässt, dass sich Pointer und Kompagnon offenbar darin gefallen, an zentralen Stellen ihrer Songs besonders dick aufzutragen.
„The Burial“ überdies birgt in seiner beklemmend-düsteren Anlage zwar tragisches Potenzial, dem Titel wird der Track dennoch nicht ganz gerecht. Viel eher lässt die tanz- und abgehkompatible Nummer die Sirenen aufheulen und damit Tote aus tiefen Gräbern emporkommen. Spätestens wenn verheißungsvolle Nebelschwaden aufziehen und zur mysteriösen „Ghost Party“ laden, das musikalische Geschehen mit Doublebass und Uptempo Fahrt aufnimmt („Skull Lock“) oder im besten Sinne leidenmachende Leidenschaft am Griffbrett zelebriert wird („The Driver“), sollte eigentlich klar sein: diese ausgesprochen harmonisch tönenden Instrumentals können aus mehr als einem Grund gefallen, ganz gleich, ob man sich in den erwähnten Hooklines verfangen hat und primär diesen entgegenfiebert.
FAZIT: Während herkömmliche Pop-Musik klebrige Gesänge zu ewiggleicher Rhythmik reicht, gehen DANCE WITH THE DEAD auf „Malombra“ diametral anders vor: Sie schöpfen für ihre düster-melancholischen Synthwave-Metal-Hymnen mit beiden Händen aus dem Instrumentalfundus, klammern vokalische Beiträge komplett aus und reservieren diese für das EP-Format. Mag sein, dass das Ergebnis gefälliger kaum sein könnte, der mitreißenden Melodik will man sich trotzdem nicht entziehen.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Beyond the Curse (4:15)
- Black Clouds (3:59)
- Chaos Theory (4:13)
- The Burial (3:55)
- Psycho Disco (3:00)
- Skull Lock (4:19)
- Ghost Party (3:54)
- The Driver (3:40)
- Incantation (4:09)
- Ad Astra (3:38)
- Gitarre - Toni Kim, Justin Pointer
- Keys - Justin Pointer
- Sonstige - Toni Kim, Justin Pointer (Programming)
- Driven to Madness (2022) - 12/15 Punkten
- Malombra (2026) - 11/15 Punkten
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